Cybermobbing- Bloßgestellt im Netz

„Wir sind immer für euch da“, waren die einleitenden Worte von Janis Jurack von der Familienhilfe Morgenstern. Die Jugendschutzstelle Regensburg ist Ansprechpartner für Jugendliche und bietet unter anderem Workshops für Schüler zum Thema „Cybermobbing“ an und war an unserer Schule zu Gast.

Zunächst wurde gemeinsam der Medienkonsum der Schüler ermittelt: „Wie oft nutze ich Whatsapp, Instagram oder YouTube?“ Anschließend wurden die Begriffe „Mobbing“ und „Cybermobbing“ anschaulich erklärt.

„Stell dir vor, du trägst eine weiße Hose, setzt dich im Bus in etwas hinein und hast deswegen einen braunen Fleck auf der Hose. Ein Mitschüler fotografiert dich und stellt das Foto in die Klassengruppe ….“

Herr Jurack machte den Kindern durch weitere Beispiele klar, dass man jede Situation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten muss, denn jeder fühlt anders.

Weiter ging es mit einer Geschichte, in der ein Junge im Gruppenchat durch ein peinliches Foto bloßgestellt wurde. Die Schülerinnen und Schüler durften in verschiedene Rollen schlüpfen. Sie verfassten Chat-Nachrichten zur vorgestellten Geschichte und beschrieben ihre Gefühle bei der ersten Begegnung in der Schule nach dem Streit. „Keiner fühlt sich gut!“, da waren sich alle einig.

Bis zu 1.800 Euro kann es kosten, ein Bild zu posten, das ein anderer nicht will. Bis zu 25.000 Euro werden fällig, wenn es sich um ein intimes Bild handelt. Falls ein Bild auf Aufforderung nicht gelöscht wird, zahlt man bis zu 25.000 Euro Strafe, leistet Sozialstunden oder landet sogar im Jugendgefängnis.

Wer die sozialen Medien viel nutzt, viel im Chat unterwegs ist, kann schnell die Kontrolle verlieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich in solchen Fällen unbedingt bei Eltern, Lehrern oder auch der Jugendsozialarbeit Hilfe suchen.

Ein Gespräch über eigene erlebte Situationen rundete den Workshop „Cybermobbing“ ab.

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